Mord in Dümpelbach

Gelangweilt dreht Sophie die Schneekugel mit dem Kölner Dom und seufzt. Schäffer kaut schmatzend die Käsestulle, die seine Muschi ihm eingepackt hat, und Bärbel spitzt mal wieder alle Bleistifte.
Eine Fliege versucht hartnäckig, durch die Fensterscheibe nach draußen zu kommen. Bei jeder Kollision mit dem Glas stellt Sophie sich vor, wie sich der Brummer anschließend an den schmerzenden Schädel fasst, nur, um es gleich noch einmal zu versuchen.

Bumm.
Sie stellt die Schneekugel wieder hin. »Am besten machen wir mal wieder eine Polizeikontrolle, ehe wir hier vor Langeweile eingehen«, sagt sie lustlos.
Schäffer setzt sich auf und schluckt den Käsestulle-Bissen hinunter. »Gute Idee, Chef.«
Sie betrachtet ihn mit einer Spur von Mitleid. »Ich dachte mir schon, dass Ihnen das gefällt, Schäffer.«
Als das Telefon klingelt, schlägt Sophies Herz schneller. Sie greift zum Hörer, doch Bärbel ist schneller. »Polizei Hengasch, Bärbel Schmied. … Aha. Wo? … Gut, wir sind gleich da.« Sie legt auf und strahlt Sophie an. »Ein Toter in Dümpelbach. Im Wirtshaus ‚Zum Pfauenbach‘.«
Sophie spürt, wie Energie sie durchflutet. Sie springt auf und schnappt sich ihre Handtasche. »Dann mal los, Bärbel. Schäffer, Sie bleiben hier.«
Bärbel schlüpft in ihre Uniformjacke. »Ist auch wichtig, Dietmar.«
Er winkt ab und stopft sich den Rest der Stulle in den Mund.
Dümpelbach, ein kleiner Ort südlich von Hengasch, ist keine Viertelstunde entfernt. Sophie schafft die Strecke in elf Minuten. Bärbel ist blass um die Nase, als sie vor dem Wirtshaus aussteigen.
In der Schankstube kniet bereits Dr. Bechermann neben der Leiche. Es handelt sich um einen Mann in den Fünfzigern. An seinem Hinterkopf ist Blut zu sehen.
»Na, Dr. Bechermann?«, fragt Sophie freundlich lächelnd. »Was ist es denn diesmal? Vielleicht ein Herzinfarkt?«
Er schaut schmunzelnd hoch. »Guten Morgen, Frau Haas. Nein, vermutlich nicht.«

»Das ist das noch erlebe«, staunt Sophie. »Sind Sie sich auch ganz sicher?«

Dr. Bechermann runzelt nachdenklich die Stirn. »Eigentlich schon. Es sei denn, der Schlag auf den Hinterkopf ist nicht tödlich gewesen und durch den Schreck über den unverhofften Angriff blieb ihm das Herz stehen.«
Sophie schaut zu Bärbel und rollt amüsiert mit den Augen. »Unwahrscheinlich«, entgegnet sie, nun wieder an den Arzt gewandt. »So wenig Blut, das weist doch klar darauf hin, dass -«
»… der Tod sehr schnell eingetreten ist, ja ich weiß«, vollendet Bechermann den Satz. »Ich habe Medizin studiert, wie Sie wissen.«
»Na, dann können Sie mir bestimmt erzählen, wie lange er schon hier liegt.«
»Seit gestern Abend, würde ich sagen.«
»Geht es ein kleines bisschen genauer?«
Seine braunen Augen funkeln Sophie an. »Ein kleines bisschen schon. Anhand des Grades der Leichenstarre und der Ausbildung der Leichenflecken am Körper liegt der Todeszeitpunkt vermutlich zwischen zehn Uhr und Mitternacht. Ganz grob geschätzt.«
Sophie ist wider Erwarten beeindruckt und nickt Dr. Bechermann anerkennend zu. »Was ist mit der Mordwaffe?«
»Schwer zu sagen. Es muss ein harter, spitzer Gegenstand gewesen sein, die Wunde ist klein, aber tief.«
»Besten Dank.« Sophie schaut sich um. Hinter dem Tresen steht eine Frau um die Vierzig. Dunkle Haare, dunkle Augen, verschrecktes Gesicht. Sophie weist auf den Toten. »Ist das Ihr Mann?«
Die Frau nickt und Sophie geht zu ihr hinüber. »Mein Beileid«, sagt sie leise.
»Danke.«
Sophie zückt ihren Dienstausweis. »Ich bin Sophie Haas, Polizei Hengasch. Wie ist Ihr Name?«
»Gerda Fischer.«
»Haben Sie Ihren Mann gefunden, Frau Fischer?«
Die Frau räuspert sich. »Nein. Das war Alma, unsere Putzfrau.«
»Und wo ist diese Alma?«
Frau Fischer dreht sich um und öffnet die Tür zur Küche. »Alma!«
Wenig später erscheint eine Frau mit buntem Kopftuch, unter dem milchkaffeebraune Haaren hervorlugen. Ihr Blick huscht unsicher von Gerda Fischer zu Sophie und zurück.
Sophie lächelt ihr zu. »Guten Morgen, Alma. Sie haben die Lei-«, sie räuspert sich nach einem raschen Blick auf Gerda Fischer, » … ich meine, den Herrn Fischer gefunden, ja?«
Alma nickt. »Heit früh, wie ich kam, um sauberzumachen. Kam ich herein, gehe ich in Schankstube und bin ich fast gefallen über Chef. Habe ich vor Schreck laut geschrien und dann kam Frau Fischer.« Sie senkt den Kopf und knetet einen Putzlappen in den Händen.
»Und ich habe gleich bei Ihnen angerufen«, fügt Frau Fischer hinzu.
»Wann haben Sie Ihren Mann zuletzt gesehen?«
»Gestern Abend. Wir haben um zehn Uhr geschlossen, dann bin ich noch kurz mit dem Hund raus, ehe ich schlafen ging.«
Erst jetzt bemerkt Sophie den Schäferhund, der unter der Treppe nach oben in einem Korb liegt. Bärbel geht auf ihn zu, hockt sich hin und beginnt, ihn hinter den Ohren zu kraulen. »Der ist ja lieb!«

Sophie seufzt. »Bärbel, Ihre Tierliebe in allen Ehren, aber Frau Fischer macht gerade eine Aussage. Wie wäre es mit ein paar Notizen?«

»Entschuldigung!« Bärbel springt auf, zückt Notizblock und Stift und stellt sich neben Sophie. »Kann losgehen.«

»Na wunderbar. Also, Frau Fischer, Sie sind gestern Abend gegen zehn mit dem Hund spazieren gegangen, ja? Was hat Ihr Mann in der Zwischenzeit getan?«
»Kurt wollte die Kasse machen«, erzählt Frau Fischer weiter. »Als ich aufwachte, war sein Bett leer.«
»Hat Sie das nicht stutzig gemacht?«
»Doch, natürlich. Aber dann hörte ich bereits Alma schreien und ich bin nach unten gelaufen.«
Sophie schaut sich nachdenklich im Lokal um. »Wer könnte denn hereingekommen sein, nachdem Sie gestern Abend das Lokal geschlossen haben?«
Gerda Fischer zuckt mit den Achseln. »Niemand, außer den Hotelgästen. Derzeit haben wir nur einen.«
Der Hund winselt leise, steht auf und geht schwanzwedelnd zu Gerda Fischer hinüber. Sie sieht zu Sophie. »Ist es in Ordnung, wenn ich mit Freddie Gassi gehe?«
»Freddie?«, echot Sophie, nickt dann aber. »Ja, natürlich. Es wäre aber nett, wenn Sie vorher Ihren Hotelgast herunterholen könnten.«

 

Clemens Scheppler, ein junger Biologe, hält sich in Dümpelbach auf zur Erforschung der Eifeler Pflanzenwelt. Den Abend verbrachte er, wie er Sophie und Bärbel berichtet, in seinem Zimmer, um die Pflanzen, die er im Laufe des Tages gesammelt hat, zu analysieren, zu archivieren und zu beschriften.
»Den können wir wohl als Täter ausschließen«, bemerkt Sophie bedauernd und zündet sich eine Zigarette an. Sie steht mit Bärbel vor dem Wirtshaus. Es ist ein schöner, sonniger Maitag. »Der kannte den Toten ja kaum. Ein Motiv kann ich da nicht erkennen.«
»Ansonsten war der Wirt wohl nicht besonders beliebt«, bemerkt Bärbel und weicht wedelnd dem Zigarettenrauch aus.
Sophie pustet den Rauch nach oben. »Hat Schäffer sich schon gemeldet?«
»Ja. Kurt Fischer war ziemlich vermögend. Abgesehen von dem Wirtshaus besaß er noch diverse Mietshäuser und ein dickes Bankkonto. Von Heike weiß Dietmar, dass die Ehe der Fischers nicht sehr glücklich war. Er hat sie immerzu herumkommandiert, konnte die Finger nicht von anderen Frauen lassen und trank zu viel.«
»Genug gute Gründe, um ihn loszuwerden«, stellt Sophie fest, wird aber von lautem Hundegebell unterbrochen. Sie und Bärbel drehen sich um und sehen Schäferhund Freddie auf sich zu rennen. Hinter ihm stolpert Clemens Scheppler näher, er keucht. »Frau Fischer!«, ächzt er.
»Haas«, verbessert ihn Sophie lächelnd. »Mein Name ist Haas.«
Er schüttelt den Kopf. »Ich meinte nicht Sie, sondern Frau Fischer, die Wirtin. Sie ist tot.«

Erschüttert schaut Sophie einen Abhang hinunter. Etwa zwanzig Meter unter ihnen liegt Gerda Fischer, seltsam verdreht und ohne sich zu rühren. Es wäre ein Wunder, wenn sie diesen Sturz überlebt hat. Bärbel ruft gerade die Feuerwehr und einen Rettungswagen.
Sophie geht auf Clemens Scheppler zu. Sie muss vorsichtig gehen, denn die hohen Hacken ihrer Schuhe mögen den unebenen, mit Sand und Steinen bedeckten Weg nicht. »Haben Sie wirklich gar nichts mitgekriegt?«, will sie wissen.  »Einen Streit, oder eine Person, die wegläuft?«
Er schüttelt den Kopf. »Tut mir leid. Ich hörte nur den Schrei, der Hund begann wie wild zu kläffen – dann habe ich sie gefunden. Vermutlich ist sie einfach zu nah an den Abgrund gegangen und hat das Gleichgewicht verloren.«


Zurück im Wirtshaus bringt Alma zwei Tassen Kaffee zu Sophie und Bärbel an den Tisch.
»Wer erbt das alles denn jetzt?«, überlegt Sophie und wendet sich der Putzfrau zu. »Hatten die Fischers Kinder?«
Kopfschütteln. »Weiß ich von eine Sohn, aber ist gestorben vor ein paar Jahren. Motorradunfall.«
Sophie nippt an dem Kaffee, stellt die Tasse aber so schnell wieder ab, dass sie überschwappt. »Verflixt, ist das heiß!«
»Hole ich Lappen«, bietet Alma an, doch Sophie ist bereits auf den Beinen. »Lassen Sie nur, das mache ich selbst.«

Sie verschwindet hinter dem Tresen, schaut sich suchend um und findet in der Spüle ein Wischtuch. Als sie wieder zurückgehen will, stutzt sie. »Wem gehören denn diese ollen Latschen?«, fragt sie verwundert. »Und warum stehen sie hinter dem Tresen?«
Alma kommt näher. »Ich glaube, Frau Fischer hat getragen abends hinter Tresen.«
Sophie betrachtet verwundert die alten Hausschuhe. »Solche ausgetretenen Puschen? Wieso das?«
»Hab ich mal Streit gehört zwischen die zwei«, sagt sie mit gesenkter Stimme. »Chef wollte, dass Frau Fischer abends trägt hohe Schuhe in Lokal. Nur hinter die Tresen sie durfte anziehen diese.« Sie weist auf das Paar, das Sophie nach wie vor hochhält. »Chef sagte, Männer wollen nicht sehen Frauenbeine in bequeme Schuhwerk. Sie solle bieten etwas der Kundschaft. Frau Fischer war wütend darüber, jammerte immer über Füße, die wehtun.«
»Wissen Sie, wo die Schuhe sind, die sie gestern Abend bei der Arbeit getragen hat?«, fragt Sophie.
Alma nickt langsam. »Ja, ich denke schon. Sind gewiss in Schuhschrank.«
Dr. Bechermann kommt von draußen herein. »Ich fahre dann jetzt«, sagt er, »es sei denn, Sie brauchen mich noch.«
»Gut möglich, Doktor«, meint Sophie. »Haben Sie noch eine Minute? Alma, die Schuhe!« Sie schenkt der Putzfrau ein breites Lächeln. »Wenn es keine Mühe macht.«
»Natierlich nicht, bin ich gleich wieder da.« Alma huscht aus der Schankstube und ist in Windeseile zurück. In den Händen hält sie ein Paar schwarze High-Heels.

Zufrieden nimmt Sophie sie ihr ab und betrachtet die Absätze. Dann reicht sie die Schuhe an Dr. Bechermann weiter. »Was meinen Sie? Könnte einer davon die Mordwaffe sein?«
»Durchaus möglich«, murmelt er. »Die Absätze sind mit Metall beschlagen und ziemlich schwer. Und sehen Sie den dunklen Fleck hier? Das könnte eventuell Blut sein.«
»Bingo!«, strahlt Sophie. »Bärbel, die müssen umgehend zur Untersuchung in die KTU!«
Mit spitzen Fingern nimmt Bärbel die Schuhe entgegen. »Glauben Sie, Frau Fischer hatte ein schlechtes Gewissen und hat sich deshalb von dem Abhang gestürzt?«, fragt sie.

Sophie zuckt mit den Schultern. »Möglich. Aber irgendwie glaube ich nicht, dass es Suizid war.« Ihr Blick fällt auf den Hundekorb unter die Treppe. »Zum Glück haben wir ja einen Zeugen«, sagt sie lächelnd. 


Clemens Scheppler und Alma treten auf Sophies Bitte nacheinander aus dem Haus in die Sonne. Alma blinzelt.
»Stellen Sie sich bitten nebeneinander hier hin«, bittet Sophie und wirft dann einen Blick hinter sich. »Okay, Bärbel!«
Bärbel tritt um die Hausecke, Freddie an der Leine. Langsam geht sie auf die zwei Verdächtigen zu. Bei Alma fängt Freddie an zu knurren und die Zähne zu fletschen. Die Putzfrau weicht ängstlich zurück. Bärbel muss sichtlich Kraft aufwenden, um den Hund zu halten. Sie und Sophie tauschen einen verblüfften, aber zufriedenen Blick.
»Warum haben Sie Ihre Chefin umgebracht, Alma?«, will Sophie wissen. Sie muss die Stimme heben, denn Freddies Knurren ist in ein wütendes Kläffen übergegangen.
»Nehmen Sie den verdammten Hund weg!«, faucht Alma und sucht Schutz hinter Clemens Scheppler.
Stille. Lediglich Freddie ist zu hören.
»Wo ist denn Ihr Akzent geblieben?«, fragt Bärbel verdutzt.
Alma flucht leise. Der junge Biologe löst sich grob von ihr und funkelt sie vorwurfsvoll an.
»Sie zwei kennen sich«, kapiert Sophie. »Sie haben die Morde zusammen ausgeheckt. Aber wieso?«
Bärbels Handy klingelt. Sie geht ran und reicht den Apparat dann weiter an Sophie. »Dietmar«, sagt sie erklärend. »Er sagt, es ist wichtig.«
Sophie hält sich das Telefon ans Ohr. »Na, Schäffer, was gibt es denn?«
»Dieser Scheppler ist kein Biologe«, sagt er aufgeregt. »Er ist ein kleiner Gauner, saß bis vor kurzem im Gefängnis wegen schwerer Körperverletzung und Raubüberfall.«
»Interessant«, sagt Sophie und wirft Clemens Scheppler einen triumphierenden Blick zu. »Noch was?«
»Allerdings. Seine Mutter heißt Alma Petersen, geborene Scheppler, und als sein Vater ist Kurt Fischer in der Geburtsurkunde eingetragen.«
»Das ist ja interessant! Danke, Schäffer. Sie haben damit die einzige noch offene Frage beantwortet.«

Sophie beendet das Gespräch und gibt Bärbel das Handy zurück. Dann wendet sie sich an Alma. »Sie haben sich hier als Putzfrau einstellen lassen, um herauszufinden, wie Sie dafür sorgen können, dass Sie und Ihr Sohn«, sie zeigt auf Clemens, »das Vermögen von Kurt Fischer erben. Also haben Sie, Herr Scheppler, sich gestern Abend in den Schankraum geschlichen, nachdem Frau Fischer hinaufgegangen war, und haben Ihren Vater mit dem spitzen Absatz der High-Heels tödlich verletzt. So wollten Sie den Mord Frau Fischer anhängen. Aber das war nicht genug, denn sie musste auch noch aus dem Weg geräumt werden. Also sind Sie, Alma, ihr hinterhergegangen, als sie mit Freddie einen Spaziergang machte, und haben sie in einem günstigen Moment den Abhang hinuntergestoßen, in der Hoffnung, dass es wie ein Unfall oder Selbstmord aussieht.«
Bärbel schaut die Putzfrau fassungslos an. »Nee, ne?«
»Und nach ein paar Wochen, wenn Gras über die Sache gewachsen ist, hätte sich Ihr Sohn beim Gericht als Erbe gemeldet«, beendet Sophie zufrieden ihre Theorie.


»Hatte Sie denn gar keine Angst, dass Kurt Fischer sie wiedererkennt?«, fragt Dietmar Schäffer seine Kolleginnen, als sie wieder hinter ihren Schreibtischen sitzen. Er ist gerade dabei, einen Lottoschein auszufüllen, legt aber jetzt den Stift zur Seite.

Sophie hebt ihre Füße auf die Tischplatte und schüttelt den Kopf. »Er hat die junge Alma Petersen das letzte Mal vor fünfundzwanzig Jahren gesehen und hätte sie vermutlich gar nicht wieder erkannt. Außerdem hatte sie ihre Arbeitszeiten extra so gelegt, dass die zwei sich praktisch nie begegnet sind.«
»Und für den Fall, dass es doch mal passiert, hatte Sie ja noch ihr Kopftuch und den Akzent«, vervollständigt Bärbel. »Er hätte sie kaum beachtet.« 

Dietmar schweigt nachdenklich vor sich hin. 

»Überlegen Sie gerade, ob von Ihnen irgendwo ein Kind herumlaufen könnte, das irgendwann auf Ihr Erbe aus ist?«, fragt Sophie amüsiert. »Ich schätze, solange Sie nicht im Lotto gewinnen, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen.«

In Dietmar arbeitet es sichtlich. »Da haben Sie Recht, Chef«, sagt er schließlich, nimmt den Lottoschein und zerknüllt ihn mit entschlossener Miene. Anschließend schaut er so erleichtert drein, dass Sophie und Bärbel sich nicht beherrschen können und gleichzeitig losprusten.

Dietmar nimmt es gelassen. Er schiebt seine Brille nach oben und lehnt sich zurück. »Sicher ist sicher«, sagt er. 

 

ENDE