AB HERBST 2022 IM BUCHHANDEL ERHÄLTLICH!

 

"List und Lüge" - der 5. Fall für Andresen & Weichert!

 

Worum es geht?

- um eine vierköpfige Männer-WG,

- um einen Toten auf der A 7

- um einen sehr von sich eingenommenen Künstler

- um heimliche Lieben

- um Hass, Lügen und Schicksale

 

Tom Jakobs ist Handwerker, arbeitslos - und mausetot. 

Die erste Vermutung, dass er seinem Leben selbst ein Ende gesetzt hat, zerschlägt sich rasch. Jemand hat nachgeholfen. Aber wer?

Andresen und sein Team suchen den Täter, zunächst in der WG, der der Tote angehörte, und in die er von außen betrachtet überhaupt nicht hineinpasste. Hatte einer seiner Mitbewohner einen Grund, ihn umzubringen? Verstand er sich wirklich so gut mit der Haushälterin, oder täuscht der Eindruck? Und stimmt es wirklich, dass der Bruder des Toten seit Jahren keinen Kontakt mehr zu ihm hatte? Der laut Andresen "arrogante Pinselschwinger" ist dem Kommissar ein heftig piksender Dorn im Auge. 

Doch bevor er Max Jacoby, wie sich der Künstler nennt, etwas nachweisen kann, ereilt Andresen ein persönlicher Schicksalsschlag, der ihm den Boden unter den Füßen wegzureißen droht ...

 

512 Seiten geballte Spannung!

AB HERBST 2022 IM HANDEL! JETZT VORBESTELLEN!

List und Lüge: Ostsee-Krimi : Bendixen, Britta: Amazon.de: Bücher

 

 

Leserstimmen

 

 

VIRAGOLADY:

  Die Autorin hat alles so realistisch und detailgenau beschrieben, als würden man die Personen schon lange kennen, und die ganzen Handlungen sind wie ein Film vor meinem inneren Auge abgelaufen. Das Buch liest sich fast wie von selbst, ich hätte ewig weiterlesen können.

Wer gute Krimis mag, kommt hier voll auf seine Kosten!

  

***

 

MARTHA AG

(leicht gekürzt)

Nach nur wenigen Seiten war ich in das Geschriebene und Beschriebene ausweglos vertieft und falle nun ausnahmsweise mal mit der Tür ins Haus: Was ich dann las, auf mehr als 500 Seiten, das hat eigentlich mehr als die hier maximal möglichen 5 Sterne verdient!

Besonders gut gefallen mir die manchmal augenzwinkernd, manchmal geschickt geführten Dialoge, denn da passt jedes Wort und da sitzt jede Beschreibung von Mimik und Handlung.

Diese Beschreibungen lassen die Bilder, die bei den jeweiligen Szenen in meinem Kopf entstehen, sehr plastisch werden; das Wort „Kopfkino“ (…) passt hier, als wäre es für diesen Krimi kreiert worden. Irgendwie fühle ich mich, als würde ich hier nicht nur lesen, sondern als sei ich aktiv an den Ermittlungen beteiligt.

Mal berührend und Lesetränen auslösend, mal ob der Verhaltensweisen der Figuren nachdenklich stimmend, in einer Szene ergreifend, in der nächsten erschütternd, einmal zum Schmunzeln, dann extrem spannend, entwickelt sich ein Geflecht aus unterschiedlichsten Charakteren, deren Entwicklungen fesseln und deren Verhältnisse zueinander entdeckt werden wollen.

 

ich habe dieses Buch genossen mit allen Beschreibungen und Schilderungen, mit all den, teils vielschichtigen und zeitweise undurchsichtigen Charakteren, den Protagonisten und Antagonisten, der Männer-WG, dem Ermittler-Team, deren Privatleben und insbesondere, vor allem, ganz besonders ;-) mit den so raffinierten Twists, den geschickt platzierten Cliffhangern, den Rückblenden nebst Zeitsprüngen und der dann genialen, weil punktgenauen Rückkehr an die adäquate Textstelle der ursprünglichen Erzählung.

Alles in diesem literarisch-kriminalistischen Geflecht passt perfekt und fügt sich zu einem großen und großartigen Ganzen zusammen!

Gäbe es die Möglichkeit, Sonderpunkte zu vergeben oder mehr als 5 Sterne, dann wäre „List und Lüge“ ein Kandidat dafür! Ich lege Euch diesen Ostsee-Krimi wirklich ans Herz! Meine 6-Sterne-Empfehlung! ;-)

 

 

 

FRED K.

WOW, was für ein Krimi ... Ich hab ihn in ein paar Tagen verschlungen! Sehr schön beschriebene Charaktere, eine spannende Geschichte mit einem sehr überraschenden Ende ... - perfekt!

Außerdem gefällt es mir sehr gut, dass alles an für mich bekannten und vertrauten Orten spielt. Wirklich seeeeehr gut :-) !

 

***

 

BEATE M. 

 Seit langer Zeit habe ich mal wieder ein Printbuch gelesen und mich komplett in diese Geschichte verliebt. Was für eine schöne Zeit hatte ich mit den Charakteren! Tom und seine Hunde-Runden gefielen mir gut. Die Männer-WG ... absolut klasse Idee, und so realistisch für eine Zeit, die im Umbruch steckt. 

Der kriminelle Fokus war intelligent und bis zum Ende gut versteckt, die Tätersuche ein Genuss!

Definitiv ein Buch mit Mehrwert auf hohem Niveau und mit einem hinreißenden regionalen Bezug. Alles hat mir gefallen: Sprache, Ausdruck, Handwerk, Intelligenz der Handlung, die Idee ... Null Mainstream!

Ein Roman unserer Zeit mit dem leichten Beigeschmack einer Pandemie, Charakteren, die glänzend ausgearbeitet sind, voller Sympathie, Ehrlichkeit, Ecken und Kanten. Nie nervig, eher real und authentisch.

Ich kenne alle Bücher dieser Autorin und für mich ist dieses "List-und-Lüge"-Werk ihr Meisterstück! Spannende Unterhaltung, untermalt mit Klischees unserer Gesellschaft. Eine durchgehende Leichtigkeit, Hand in Hand mit Ernsthaftigkeit, macht das Lesen zu einem Hochgenuss, zumindest für mich. 

Neugierig geworden? Dann lest diese Story unbedingt selbst!

  

***

LESEWUNNDER -  Die Autorin nimmt mich mit auf Mördersuche im beschaulichen Flensburg. Tom Jakobs, arbeitslos und dem weiblichen Geschlecht nicht abgeneigt, wird tot auf der A7 aufgefunden. Nachdem ein Suizid ausgeschlossen wird, machen sich Kommissar Andresen und sein Team auf die Suche nach dem Täter. Viele Verdächtige und Motive sind denkbar und nicht jeder der Beteiligten spielt mit offenen Karten. Durch akribische Polizeiarbeit gilt es, den wahren Schuldigen zu finden. Der Krimi ist von der ersten Seite an sehr unterhaltsam. Zwei Dinge sind mir gleich zu Beginn angenehm aufgefallen: Die Ermittler sind Menschen wie du und ich, mit alltäglichen Sorgen und Macken. Und die Handlung erzeugt ohne blutige Details oder übertriebene Theatralik eine hohe SpannungDie Autorin schickt die Beamten, angesichts angesagter Serien wie CSI, auf fast schon altmodisch anmutende Ermittlungstour. Mir hat das sehr gut gefallen, weil ich dabei wunderbar mit raten und eigene Überlegungen zu den Verdächtigen anstellen konnte. Zudem nutzt die Autorini die Gelegenheit, um ganz nebenbei einige aktuelle oder soziale Themen aufzugreifen, ohne von der eigentlichen Mördersuche abzulenken. Für mich erhielt die Handlung dadurch einen zusätzlichen Reiz. Die Figuren waren in meinen Augen realistisch dargestellt. Wie bei einem Puzzle wurden immer mehr Details aus deren Leben bekannt, und so ergab sich nach und nach eine klare Vorstellung von ihrer Persönlichkeit. Obwohl ich eine Vermutung hinsichtlich des Täters hatte, war ich dann doch über den wahren Hergang überrascht. Das Ende lässt keine wichtigen Fragen offen und hat mir sehr gut gefallen. Wer eher klassische Krimis liebt, die durch eine fesselnde Handlung und Personen mit Substanz überzeugen, und nicht durch billige Effekthascherei, macht mit diesem Buch nichts falsch.

  ***

 

ALEXANDRA B.

 Bei diesem Buch handelt es sich um einen Ostseekrimi. Das Cover ist sehr ansprechend gestaltet, der Schreibstil ist sehr flüssig. Die Geschichte ist sehr spannend und mit einem für mich überraschenden Ende. Die Charaktere fand ich sehr gut beschrieben. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4 Sterne.

 

 

***

CHRISTA R.
Wer die ersten Krimis der Autorin gelesen hat, trifft auf alte Bekannte. Auch ohne dieses "Vorwissen" findet man schnell in die Geschichte hinein. Da Hauptkommissar Andresen private Probleme hat, müssen Weichert  und Mirja Sommer teilweise allein ermitteln. Aber der Mensch wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben. So auch hier.
Der Tote neben der Autobahn gibt ihnen einige Rätsel auf. Viele Verdächtige mit ebenso vielen Motiven lassen Raum für Spekulationen. Wie auch in den anderen Büchern der Autorin ist der Schreibstil flüssig und leicht zu lesen. Der eingestreute Dialekt - sehr dosiert - und die Stärken und Schwächen der Charaktere lassen die Figuren authentisch wirken. Man gewinnt den Eindruck, die Figuren wären real.
Was mir, neben dem ansprechenden Cover, auch gut gefallen hat: Alle losen Fäden werden am Schluss verknüpft und offene Fragen geklärt. Ich habe nur wenige Tage gebraucht, um den Krimi zu lesen, und er war viel zu schnell zu Ende. Gerne gelesen, perfekte Urlaubslektüre.
***
ANJE
Dieses Buch ist so geschrieben, dass man eigentlich nicht aufhören möchte mit dem Lesen. Es ist spannend, verwirrend, drastisch, konfliktreich und auch was fürs Herz. Erst ganz zum Schluss erfährt man den wahren Hintergrund. Alles in allem absolut lesenswert!!! Dies war mein erstes Buch von Britta Bendixen, aber bestimmt nicht das letzte.
*** 
JANA - Wieder ein neuer Fall für Weichert und Andresen. Diesmal durfte die Kollegin Sommer ein bisschen mehr in Erscheinung treten, weil Kommissar Andresen durch einen Todesfall in der Familie ziemlich auf den Kopf gestellt wird. Auch sie passt toll in die Herren-Kommissar-Gruppe. Der Krimi selbst ist toll aufgebaut. Lange Zeit hatte ich keine Ahnung, wer der Täter sein könnte. Jeder hätte es gewesen sein können. Dann kam eine vage Ahnung und zack, die unglaubliche Enthüllung. Eine wahnsinnig durchdachte Konstruktion, die den Mord bzw. den Täter dann vertuschen sollte, und durch einen einzigen kleinen Fehler kam alles raus. Sowas muss man sich als Autorin erstmal ausdenken, klasse. Die Einblicke in Andresens Gefühlsleben kamen ja in den vorigen Krimis immer mal ein bisschen zum Vorschein. Und in diesem erhält man tiefen Einblick dahingehend, wie weich sein Herz doch ist. Ich finde diese Seite an ihm toll, auch wenn es natürlich unter traurigen Umständen zum Vorschein kommt. Aber lesen Sie selbst! Ein rundum gelungener Krimi, gut durchdachter Fall, ein bisschen Witz, ein bisschen Tragik und alles in die jetzige Zeit mit Masken und Impfwichtigkeit gepackt. So wie die letzten Fälle der Kommissare ist dieser absolut zu empfehlen!
***

leseprobe

 

PROLOG


Der Stoß vor die Brust kam überraschend. Instinktiv bewegte sich sein rechtes Bein nach hinten, um Halt zu finden. Doch sein Fuß ertastete nur gnadenlose Leere. Was kein Wunder war, befand er sich doch weit oben auf der Treppe. Panisch mit den Armen rudernd, bemühte er sich, das Gleichgewicht zu halten. Vergebens.
„Hilf mir!“, rief er drängend und streckte einen Arm aus. „Schnell! Halt mich fest!“
Doch die Hände, von denen er sich Hilfe erhoffte, hoben sich nicht. Ballten sich stattdessen zu Fäusten. Fassungslos wanderte sein Blick nach oben, blieb an dem Gesicht hängen, das ihn beobachtete. Die Augen darin waren schmaler als sonst, die Lippen nicht länger geschwungen,
sondern zusammengepresst. Ein Strich anstelle eines Mundes. Ihm sah der personifizierte Hass entgegen.
In dieser Sekunde verlor er den Kampf gegen die Schwerkraft. Der Versuch, sich abzustützen, misslang. Die Quittung dafür war ein stechender Schmerz in seinem Handgelenk. Schon verprügelten ihn hartkantige Stufen. Sie malträtierten sein Steißbein, den Rücken, die Schultern. Er wollte
seinen Kopf schützen, konnte aber nicht mehr verhindern, dass dieser gegen eine Stufe prallte. Er stöhnte auf, sah tiefe Schwärze, dann eine Farbenexplosion. Sterne, Funkenregen, ein Feuerwerk.
Die bunten Punkte verblassten, und die Dunkelheit wich. Er lag nun still, war am Fuße der Treppe angelangt. Die Stufen hatten ihn zermalmt und ausgespuckt. Vorsichtig öffnete er die Augen. Betrachtete seine Umgebung. Alles wirkte verschwommen, die Umrisse flossen ineinander, wurden aber langsam schärfer. Er wollte seinen linken Fuß, der auf der untersten Stufe liegen geblieben war, herunterziehen, konnte das Bein aber nicht bewegen. Auch die Arme verweigerten ihren Dienst. Sein Hinterkopf fühlte sich an, als hätte er einen Axthieb abbekommen, und sein rechtes Handgelenk pochte unangenehm. Eigentlich tat ihm alles weh.
Seine Lider wurden schwer. Er wollte schlafen, nur schlafen. Keinen Schmerz mehr spüren. Dann fielen seine Augen zu, und ihn umfing gnädige Dunkelheit. Ein lauter werdendes Pfeifen in den Ohren und ein Dröhnen in seinem Schädel weckten ihn auf. Er wollte die Augen öffnen, doch seine Lider weigerten sich, sich zu heben. Und jeder Versuch, sich zu bewegen, glich einer Tortur. Also verharrte er still in Finsternis und wartete darauf, dass sich jemand um ihn kümmerte.
Wie aus weiter Ferne vernahm er eine Stimme. „Er ist tot, ich bin sicher.“
Tot! So ein Unsinn, er war nicht tot. Er mochte sich zwar fühlen, als hätte man ihn durch einen Fleischwolf gedreht, aber er lebte, ohne jeden Zweifel.

„Tu es einfach!“, sagte die Stimme.
Einige eindringliche, aber unverständliche Sätze später verstummte sie, und Schritte näherten sich. Er musste ein Lebenszeichen von sich geben. Jetzt gleich. Also versuchte er, seinen Mund zu öffnen, aber offenbar hatte jemand seine Lippen aneinandergeklebt. Mit aller Kraft versuchte er, sie zu trennen. Langsam und so zögernd wie die Schalen einer Muschel löste sich die Oberlippe von der unteren. Erleichterung durchflutete
ihn, wich jedoch Ernüchterung als er merkte, dass er kein Wort herausbrachte. Keinen verdammten Ton!
Also versuchte er, die Lider anzuheben. Leider fühlten sie sich an wie Vorhänge, in deren Saum Bänder mit Bleiperlen eingearbeitet waren, damit sie glatt und schwer herunterhingen.
Sein ganzer verdammter Kopf ließ ihn im Stich.
Wut und Enttäuschung machten sich in ihm breit. Aber so leicht gab er nicht auf. Er schaffte doch immer alles, was er sich vornahm!
Also konzentrierte er sich auf seine Hände. Die rechte Hand fühlte sich taub an, sie rührte sich nicht. Seine linke jedoch konnte er spüren. Und so versuchte er, seinen Fingern mit aller Energie, die er aufbringen konnte, Leben einzuhauchen.
Und es funktionierte! Es war nur ein Zittern, aber das reichte aus.
Die Schritte kamen immer näher. Hielten abrupt inne.
„Oh, mein Gott!“
Die Schritte entfernten sich eilig. Gewiss, um Hilfe zu holen.

Er lächelte. Glaubte zumindest, dass seine Mundwinkel sich auseinanderzogen. Ob sie es wirklich taten oder sein Gesicht noch immer jede Mitarbeit verweigerte, wusste er nicht. Es war ihm auch egal, denn nun strömte Zuversicht durch seine Adern. Alles würde gut werden.
Er spürte, dass die Bewusstlosigkeit erneut ihre Arme nach ihm ausstreckte. Willig ließ er sich umklammern und in ihre Tiefen hinabziehen.
Als sein Kopf sich plötzlich vom Boden hob, tauchte er wieder an die Oberfläche des Bewusstseins, denn diese Bewegung tat brutal weh. Ein Ton des Protestes entrang sich seiner Kehle, ging jedoch in einem merkwürdigen Knistern und Rascheln unter. Er kannte das Geräusch,
konnte es bloß nicht zuordnen. Irgendwas geschah mit ihm. Nur was?
Vermutlich war die Hilfe gekommen. Der Notarzt. Er würde alles in Ordnung bringen. Ein paar Stunden oder Tage noch, dann würde er an die letzten qualvollen Minuten zwar mit einem Schaudern, aber auch mit Erleichterung, sie überstanden zu haben, zurückdenken.
Das Atmen wurde mühsam. Etwas drückte seinen Hals zusammen. Schnürte ihm die Kehle zu. Was zum Teufel ...?
An seinen Lippen klebte etwas Widerliches. Atmete er aus, verschwand es, kehrte jedoch mit jedem mühsamen Einatmen unerbittlich zurück, um immer länger zu verharren.
Die Bleibänder in seinen Lidern waren verschwunden. Er riss die Augen auf, konnte jedoch nichts erkennen. Nur hellen, undurchdringlichen Nebel.

Ein Hilfeschrei formte sich in seinem Inneren, kroch die verengte Kehle hinauf, erreichte seine Zunge, dieses nutzlose Ding, verkümmerte und erstarb. Er wollte sich wehren. Sich aufrichten, befreien, losreißen. Seine Arme und Beine gehorchten nicht. Als wären sie nicht mit Muskeln und Sehnen, sondern mit gekochten Spaghetti gefüllt. Sein Kopf dagegen fühlte sich an, als wäre er ein knallroter Ballon, kurz vor dem Zerplatzen.
Farben explodierten vor seinen Augen. Rot, Gelb, Blau, Grün.  Alles war bunt. Er verwandelte sich in einen beschissenen Kindergeburtstag!
Wie hatte er seine Geburtstage damals gehasst! Seine Eltern hatten alles getan, damit er glücklich war, trotzdem konnte er diese Feiern nie genießen. Wie ein Video im Zeitraffer sah er eine mit Kerzen geschmückte Torte, lachende Gesichter, Girlanden, lustige Hüte und farbenprächtig verpackte Geschenke. Doch er verband keine Glücksgefühle mit diesen Bildern. Nur Zorn und das Gefühl, betrogen worden zu sein.
Das eklige Zeug klebte immer noch an seinen Lippen, saugte zugleich die Luft aus seinen Lungen. Ihm war, als küsse er den Tod.
Dann verschmolzen die bunten Farben, wurden zu einer dunklen, lilagrauen Masse.
Schließlich verschwand auch sie, und nichts blieb mehr übrig.

 

 

 

LESEPROBE ENDE