Wie ich zum Schreiben kam

Schon immer habe ich - wie die allermeisten Autoren - gern gelesen. In der Schule mochte ich Diktate und Aufsätze deutlich lieber als mathematische Gleichungen oder physikalische Gesetze.

Während meiner Ausbildung bekam ich plötzlich Lust, von meinem Lieblingsbuch eine Fortsetzung, so eine Art "Nächste Generation", zu schreiben. Ich brachte dieses "Werk" dann tatsächlich zu Ende, aber das war es dann erst einmal mit dem Schreiben ...

Fast 20 Jahre später, im Mai 2012, hielt ich den Packen Papier wieder in den Händen. Ich begann zu lesen und dachte hinterher: 'Das kannst du aber besser.'

Gedacht - getan. Ein halbes Jahr später war mein erster Roman "Puppenspiel mit Dame" fertig und die Schreibsucht hatte mich gepackt. Seither hält sie mich fest in ihren Klauen, und ich fühle mich sehr wohl dabei ...

Liebe Schreibsucht, lass mich bitte nie mehr los!!

 

Werdegang

Im Sommer 1968 kam ich in Flensburg als typisch sensibler, gefühlsduseliger Krebs zur Welt. Nach der Schule begann (und beendete) ich eine Ausbildung zur Rechtsanwalts- und Notariatsfachangestellten. Ich bezeichne mich aber lieber nur als Rechtsanwaltsfachangestellte, da das Notariat und ich nie wirklich etwas miteinander anfangen konnten. Wahrscheinlich ist sie eine entfernte Verwandte der Mathematik ...

Ein paar Jahre arbeitete ich bereits in meinem Beruf, als ich meinen Mann kennen lernte und kurz darauf eine kleine Pause einlegen musste, da sich abzeichnete, dass wir eine Familie gründen würden.

Nach der Babypause blieb ich meinem Beruf treu - bis sich 2007 noch einmal Nachwuchs ankündigte. Als meine zweite Tochter das Licht der Welt erblickte, einigte ich mich mit meinem Mann darauf, ihn in seinem Architekturbüro zu unterstützen.

Das tue ich noch immer, doch nebenbei nutze ich seit nunmehr über sieben Jahren jede freie Minute, um zu schreiben, zu recherchieren, Lesungen zu organisieren, mich mit anderen Autoren auszutauschen und und und ...

Denn mein Herz schlägt nicht einfach nur für die Schriftstellerei - es tanzt praktisch Samba ...

 

Meine literarischen Wohlfühl-Plätzchen

Boyens Buchverlag Heide, Wartberg Verlag & C. W. Niemeyer Verlag 

 

Bei Boyens fand ich das perfekte "Zuhause" für meine ersten zwei Ostseekrimis. Ein norddeutscher Verlag mit Herzblut und Engagement. Dank der Initiative des Boyens Verlags war mein Debüt "Höllisch heiß" sogar im Radio. Ein tolles Gefühl, eine meiner Hauptfiguren zu hören! Das war ein Erlebnis der ganz besonderen Art ...

 

Als der Wartberg Verlag 2015 bei mir anfragte, ob ich mir vorstellen könnte, ein Buch über Flensburg zu schreiben, war ich schnell Feuer und Flamme. Dank vieler Erzählungen von Bekannten oder Facebook-Freunden tummelten sich bald jede Menge Ideen in meinem Kopf, die zu Papier gebracht werden wollten. Das Ergebnis "Flensburg - Um drei bei Eduscho" kam so gut an, das ich seit Mai 2019 an einem weiteren Projekt für den Wartberg-Verlag arbeite: Dunkle Geschichten aus Flensburg. Da Buch wird voraussichtlich im Herbst 2020 erscheinen.

 

Im November 2018 hörte ich, dass ein größerer Verlag aus Hameln Regionalkrimis aus der Flensburger-Ecke sucht. Da mein Camping-Krimi gerade fertig war, schickte ich ihn dorthin. Und es klappte! Im Frühjahr 2020 erscheint im C.W. Niemeyer Verlag der nächste Fall für meine Kommissare Andresen und Weichert. Ich freue mich total darüber!

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Autorenforum

Die vielen Gleichgesinnten, die ich bei Rindlerwahn und im Schreib-Forum kennen lernen durfte, sind mir inzwischen sehr ans Herz gewachsen. Mittlerweile haben wir die virtuelle Bekanntschaft durch jährlich stattfindende Treffen zum Teil in eine reelle verwandelt. Ich habe in den letzten Jahren unheimlich viel dort gelernt und erfahre jegliche Art der Unterstützung. Ein Tag ohne meine "Kollegen" ist wie ein Tag ohne Schreiben - undenkbar!

 

Flensburger Autorentreff

Mit meinen lieben Kollegen vom Autorentreff tausche ich mich einmal im Monat aus. Gemeinsam werden Texte bearbeitet und Lesungen veranstaltet. Vor Publikum zu lesen - ich wusste früher nicht, wieviel Spaß das macht! Man bekommt eine unmittelbare und ehrliche Reaktion der Zuhörer.

Eine tolle Variante meines liebsten Hobbys!

 

Teerunde

Acht Autoren, die sich einmal im Monat treffen, zusammen Tee trinken und sich über Literatur austauschen. So fing vor einigen Jahren alles an. Inzwischen suchen wir uns für das nächste Treffen jeweils ein Thema, zu dem sich jeder einen Text ausdenkt. Wir lesen uns die Ergebnisse vor - und manchmal sind unter diesen kleinen Geschichten solche Perlen, dass sie in Büchern oder auf Lesungen wieder auftauchen.

Das Thema "Familiengeschichten" zum Beispiel brachte so gute Texte hervor, dass diese unbedingt in die Öffentlichkeit wollen. AM 06. JUNI 2019 TRITT DIE TEERUNDE IN DER PILKENTAFEL FLENSBURG AUF! Näheres unter "Termine".

 

Magazin Friesenanzeiger

Vom Sommer 2016 an durfte ich regelmäßig für den Friesenanzeiger schreiben. Ich recherchierte über verschiedene Themen und erfuhr dabei viele interessante Dinge. Besonderen Spaß machten mir die Interviews mit Spielern und Trainern 'meiner' Handball-Mannschaft SG Flensburg-Handewitt.

Aus Zeitgründen habe ich im Frühjahr 2017 jedoch die Arbeit für den Friesenanzeiger einstellen müssen. Obwohl mir diese Tätigkeit viel Spaß gemacht hat - mein Leben als Autorin und die damit verbundene "Arbeit" geht vor. Und diese wird immer umfangreicher, was für mich ein Zeichen dafür ist, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Um 100 % geben zu können, musste ich daher die Entscheidung gegen den Friesenanzeiger treffen.

Auf jeden Fall war es eine interessante, spannende und lehrreiche Erfahrung, für die ich sehr dankbar bin!