Zeitreisen haben mich schon immer begeistert und fasziniert. Der Kontrast zwischen Vergangenheit und Gegenwart spielt in dieser Geschichte eine große Rolle - und natürlich die Brisanz, wenn sich zwei Menschen aus verschiedenen Zeiten ineinander verlieben ...
Dieses Bild von Ella und Henry wurde mit KI erstellt und hat meine Vorstellung von den beiden perfekt eingefangen. Auch die übrigen Bilder sind sehr gelungen. Lasst euch überraschen!
Und darum geht es in "Henry, die Prinzen & Ich"
Ella macht Urlaub in einem Schlosshotel in England, um in dem mittelalterlichen Ambiente einen historischen Roman zu schreiben. Durch Zufall entdeckt sie einen verborgenen Geheimgang, der in einem Turmzimmer endet. Dort trifft sie auf einen Mann, der merkwürdig aussieht und sich seltsam benimmt. Als ihr klar wird, dass sie sich im Jahr 1483 befindet, ist das zunächst ein Schock. Doch dann wird ihr bewusst, was für eine Chance sich ihr bietet.
Sie kann 'vor Zeit' recherchieren!
Der Mittelalter-Mann, sein Name ist Henry Hastings, hat eine Mission und braucht, wie sich herausstellt, Ellas Hilfe, ihr Wissen und die Möglichkeiten, die ihr als Zeitreisende zur Verfügung stehen, damit sein Plan überhaupt gelingen kann.
Doch auch mit Ellas Mitwirkung ist das Vorhaben riskant und ausgesprochen gefährlich, weshalb sie sich zunächst sträubt. Da sie aber weiß, dass ohne sie zwei unschuldige Jungen dem Tode geweiht sind, lässt sie sich überreden. Davon abgesehen sind da auch noch die Schmetterlinge in ihrem Bauch, die Henry zum Flattern bringt.
Die beiden machen sich also auf nach London, mitten hinein in den scharf bewachten Tower, ohne zu ahnen, welche enormen Hindernisse sie werden bewältigen müssen, um ihr Ziel zu erreichen ...
Eleanor Offenbruck, genannt Ella, ist Hebamme und Hobbyautorin mit panischer Angst vor Dunkelheit.
Um einen historischen Roman zu schreiben, riskiert Ella die Beziehung zu ihrem Freund Mario, denn sie hat für drei Wochen ein Zimmer in einem mittelalterlich anmutenden Schlosshotel gebucht - nur für sich - und lässt damit den gemeinsam geplanten Urlaub platzen.
Als sie im Hotel einen verborgenen Geheimgang entdeckt, ahnt sie noch nicht, dass sie bald 'vor Zeit' wird recherchieren können - und welche Gefahren das birgt ...
Henry Hastings, jüngster Sohn des kürzlich hingerichteten Earl of Dering, ist ein charismatischer Draufgänger und Abenteurer, der, als er erfährt, dass zwei Prinzen in Lebensgefahr schweben, die beiden retten will.
Als er Ella kennenlernt, fasziniert ihn diese seltsame Frau, die so gar nicht dem Bild entspricht, das in Henrys Zeit von einer Frau normal ist - sie trägt ungehörigerweise Hosen, hat eine seltsame Haarfarbe und bringt ihn auch sonst immer wieder zum Staunen ...
Irgendwann im Spätsommer des Jahres 1483 verschwanden zwei Prinzen aus dem Tower of London.
Bis heute ist nicht endgültig geklärt, was genau mit ihnen geschah. Zwar fand man vor vielen Jahren zwei Kinderskelette, von denen angenommen wird, dass es die der Prinzen sind, doch sicher ist das nicht.
Es wird vermutet, dass die Jungen den Tod fanden, weil sie im Auftrag ihres Onkels, König Richard III., ermordet wurden.
Die Tatsache, dass dieser Fall nie wirklich aufgeklärt wurde, nutze ich für meinen Roman.
Ellas Zuhause auf Zeit. Um einen historischen Roman zu schreiben, hat sie sich für diesen Ort entschieden, ohne zu ahnen, dass dieser Urlaub ihr Leben verändern wird ...
Mein Fahrer weist nach rechts und brummt: "Rosegarden Castle, by the way."
Ich folge seinem Hinweis und erhasche einen ersten Blick auf mein Ziel. Unwillkürlich halte ich den Atem an. Die Burg ist wunderschön. Nicht sehr groß, mehr hoch als breit, aber mit mehreren
Türmen und Türmchen ausgestattet, was ihr einen filigranen Touch verleiht. Sie wirkt ein bisschen wie die kleine Stiefschwester von Burg Neuschwanstein. Ein braungraues Gemäuer mit weiß
gerahmten, schmalen Fenstern und einigen Erkern. Auf den ersten Blick bin ich in dieses wunderschöne Bauwerk verliebt. Majestätisch thront es über einem malerischen Dorf, das sich an den Hügel
schmiegt wie ein Kind, das sich an seine Mutter kuschelt. Der beginnende Sonnenuntergang färbt die Dächer der Häuser leuchtend orange und lässt die Burg erstrahlen, als hätte sie einen
Heiligenschein. Eine Gänsehaut kriecht meine Arme hinauf und lässt meine Kopfhaut sinnlich prickeln. Ich
schaudere genüsslich und bin bis zum Rand voll mit Vorfreude auf die kommenden drei Wochen.
Eine Szene des ersten Zusammentreffens von Henry und Ella im Turmzimmer. Noch ahnt Ella nichts von ihrer Zeitreise.
Sein Blick wandert ein Stück nach oben. Etwas an meiner Frisur scheint ihn zu faszinieren.
"Was ist", frage ich, und zupfe unsicher an meinem Pony. "Warum starren Sie mich so an?"
"Euer Haar!" Er macht einen Schritt auf mich zu und hebt einen Arm. Ich zucke zurück, dennoch hält dieser Fremde in der nächsten Sekunde eine meiner Strähnen zwischen seinen Fingern. Berührungsängste kennt er jedenfalls nicht.
Ich stehe da wie festgefroren. "Was ... Was ist mit meinem Haar?"
"So eine Farbe sah ich noch nie."
Ich atme auf. Das ist es also! Bei meinem letzten Friseurbesuch habe ich mir rosafarbene Strähnchen in mein blondes Haar machen lassen.
"Das sind nur ein paar Strähnchen", sage ich abwinkend.
"Strähnchen", wiederholt er, auf eine Art, die mir sagt, dass er auch dieses Wort bisher nicht kannte. Der Typ muss irgendwann konserviert worden sein und ist vermutlich gerade erst aufgetaut. Sowas von durchgeknallt habe ich noch nicht erlebt. Henry Hastings Finger gleiten durch mein Haar, es kitzelt gar nicht mal unangenehm. Schließlich finde ich aber, er hat genug an meiner Frisur herumgefummelt. Um mich seinem Griff zu entziehen, mache ich einen Schritt nach hinten, und schreie entsetzt auf, als ich jäh das Gleichgewicht verliere. Henry packt geistesgegenwärtig meinen linken Arm und zieht mich mit einem kräftigen Ruck zurück, so dass ich schwungvoll gegen seinen Brustkorb pralle. Einige Wimpernschläge lang drückt er mich fest an sich.
Mein Herz rast vor Schreck.
"Ihr solltet Euch von der Öffnung fernhalten", sagt er und schiebt mich ein Stück zur Seite. "Oder habt Ihr die Absicht, Euch den Hals zu brechen?"
Das ist Eugene Billings, der Concierge des Hotels "Rosegarden Castle". Er entwickelt sich für Ella zu einem wichtigen Verbündeten ...
Mr. Billings Blick wandert zwischen Henry und mir hin und her. "Ehrlich gesagt, am liebsten würde ich Sie, Mr. Hastings, bitten, in Ihre Zeit zurückzukehren. Und Sie, Miss Offenbruck, mir den Schlüssel auszuhändigen, damit ich ihn vernichten kann."
Erschrocken schnappe ich nach Luft und schüttele heftig den Kopf. "Nein!"
Henry drückt mich fester an sich, seine Fingerspitzen graben sich in meine Haut. Ihm gefällt die Absicht des Concierge offenbar genauso wenig wie mir.
"Bitte, Mr. Billings, ich flehe Sie an, wir -", beginne ich, doch er hebt eine Hand und ich klappe hastig meinen Mund zu.
"Mir ist klar, dass ich Ihnen damit keinen Gefallen tue. Ich bin nicht blind, Miss Offenbruck. Also werde ich für die Dauer Ihres Aufenthalts im Rosegarden Castle entgegen aller Vernunft nichts unternehmen, auch wenn es mir schwerfällt und ich es vermutlich eines Tages bereue."
Ich atme erleichtert aus und merke an seinem sich lockernden Griff, dass auch Henry sich entspannt.
"Habt vielen Dank, Sir", sagt er.
"Doch Sie müssen mir versprechen, vorsichtiger zu sein", fährt Mr. Billings eindringlich fort. "Nicht auszudenken, was geschieht, wenn die Presse erfährt, dass ..." Er fährt sich über die hohe Stirn, schüttelt den Kopf und wiederholt: "Das darf nicht geschehen. Auf gar keinen Fall!"
Edward V. und sein kleiner Bruder, Richard of Shrewsbury, sind die Söhne des verstorbenen Königs - und genau deshalb in tödlicher Gefahr. Mit Ella verstecken sie sich mitten in der Nacht an einem ungewöhnlichen Ort ...
"Richard?", frage ich, und höre selbst, wie gepresst meine Stimme klingt. Die Finsternis setzt mir zu. "Edward? Hört mir zu. Wir gehen zusammen diese Wand entlang, dann finden wir gleich einen schönen, weichen Haufen Heu. Ich kann es schon riechen. Ihr auch?
"Ja", flüstert Edward, rechts von mir. "Ich glaube, ich rieche es."
Von links kommt ein Schniefen, dann ein leises: "Ich auch."
"Gut. Dort können wir uns ausruhen. Nehmt meine Hände und geht langsam, Schritt für Schritt. Ich zähle." Zwei Hände tasten sich an meinen Armen entlang nach unten und ergreifen meine Hände.
"Und eins." Drei Füße schieben sich nach links, verursachen ein schleifendes Geräusch.
"Sehr gut! Und zwei." Vermutlich ist die Mauer nicht sehr lang, doch mir kommt sie unendlich vor, so zäh, wie wir vorankommen. Das Rasseln der Kette und das Stampfen schwerer Beine dröhnen in meinen Ohren. Ich höre Richard leise wimmern und drücke seine Hand fester.
So, nun konntet ihr bereits erste Eindrücke gewinnen von all dem, was auf Henry, Ella und die Prinzen wartet. Und ich sage es gleich: Das ist nur die Spitze des Eisbergs. ;-)
In meinem Schreibforum kennen einige Mitglieder die Rohfassung des Manuskripts, die ich inzwischen überarbeitet habe. Zwei von ihnen waren so lieb, ihre Meinung zu äußern:
Was macht einen guten Roman aus? Bei der Beantwortung dieser
Frage werden die Antworten sicher von Leser zu Leser voneinander abweichen. Jedoch werden alle sich darin einig sein, dass eine gute Geschichte von lebensnahen Charakteren, innerer Logik,
Spannung und vielleicht einer einfühlsamen Liebesgeschichte abhängt.
Der Titel "Henry, die Prinzen & ich" verrät uns zunächst
einmal nicht all zu viel, wohl aber, dass wir es mit einem historischen Roman zu tun bekommen.
Der Einstieg in den Text fällt leicht, ist der Text doch ein
einem flüssig lesbaren, leicht verständlichen Stil geschrieben.
Überrascht stellt man fest, dass es sich um eine
Zeitreisegeschichte handelt, wobei das Schwergewicht hier nicht auf der Technik dieser Zeitreise liegt, sondern eher auf der Beziehung zwischen Ella, einer jungen Hebamme aus Hamburg, die gern
einen historischen Roman in authentischer Atmosphäre schreiben will, und dem Adeligen Henry.
Zwischen ihnen funkt es gleich zu Beginn und es zeichnet
sich das Dilemma ab, wie man über einen Zeitunterschied von fünf Jahrhunderten hinweg ein gemeinsames Leben hinbekommen kann.
Dramatik darf auch nicht fehlen, und natürlich wird sie
geliefert. Ob es nun Ellas Ex ist, der ihr ungefragt nach England hinterherreist, oder ein aufdringlicher Nebenbuhler - Ellas ganzes Geschick ist gefragt, diese Knoten zu lösen.
Der schwierigste Knoten aber steckt im tiefsten Mittelalter,
wo zwei Prinzen schon im Kindesalter der Tod im Tower of London droht. Henry will sie unbedingt retten und natürlich unterstützt Ella ihn dabei tatkräftig.
Die Geschichte ließ mich schnell tief in die Handlung
eintauchen und ich finde, sie schreit förmlich nach einer Fortsetzung. Ich hoffe sehr, es wird sie beizeiten geben, damit man mehr über das sicher äußerst interessante Leben der beiden über die
Jahrhunderte erfahren kann.
Michael S.
Kleine Anmerkung von mir: Ich habe fest vor, die Geschichte weiterzuschreiben. Das wird mein nächstes Projekt, auf das ich mich schon freue!
Ein Historischer Roman aus dem 15.Jahrhundert. Ich habe mich
nie für historische Bücher interessiert, bis ich anfing, Henry, die Prinzen & Ich, zu lesen. Ich war vom 1.Kapitel an
begeistert und muss meine Meinung revidieren
über historischen Lesestoff. Ich bin eingetaucht in die Geschichte und konnte nicht mehr aufhören zu lesen.
Es war zu spannend und ich wollte wissen, wie es weitergeht.
Oft hatte ich das Gefühl, selber im Mittelalter zu leben. So lebendig war der Lesestoff geschrieben.
Ich wurde durch das Buch ins tiefste Mittelalter entführt.
Ella reiste nach England in ein historisches Schlosshotel.
Sie wollte dort in Ruhe ihr Buch schreiben. Durch eine
Entdeckung gelangte sie ins 15.Jahrhundert.
Dort traf sie Henry und damit begann das Abenteuer ihres
Lebens. Ella musste viele Hindernisse überwinden, was sie mit Bravour konnte, weil sie eine sehr starke Frau ist. Ella fand in Henry die Liebe
ihres Lebens, was die ganze Situation nicht einfacher machte.
Durch das Switchen zwischen den Zeiten wird der
Spannungsbogen noch intensiver.
Gianna G.